weibliche Vorbilder

weibliche Vorbilder 4 – Celeste Barber

13. April 2018

Heute gibt es Teil 4 meiner Reihe „weibliche Vorbilder“. Hier findet ihr Teil 3, und hier findet ihr, wie ich auf die Idee zu dieser Reihe kam.

Celeste Barber ist für mich ein Vorbild im Hinblick auf „I don’t care“. Sie macht ihr Ding, und ihr ist egal, ob sie sich dabei lächerlich macht. Das find ich klasse. Celeste Barber ist 35 Jahre alt und eine australische Schauspielerin, Comedian, und ein Instagram Star. So wurde ich auch auf sie aufmerksam, und folge ihr schon eine ganze Weile. Mit ihren Instagram Bildern macht sie sich über  „Stars“, „Models“, „Schauspieler“ lustig, und verdeutlicht wie künstlich die Mode- und Unterhaltungsindustrie ist. Dabei stellt sie Selfies, oder andere Bilder oder Filmchen nach (die sie auf Instagram oder sonst im Netz findet) und posiert wie das Model. Da sie aber nicht magersüchtig-dünn, oder stark geschminkt, oder gephotoshoped ist wirken ihre Bilder nur lächerlich, und dadurch die Bilder der „Stars“ umso mehr. Wir haben uns nur an den Anblick gewöhnt und es tut gut, dass jemand an diesem Image kratzt. Und so wird eine ganz normale australische Mama plötzlich schöner und würdevoller als unechte „Stars“. Wunderbar!

Mit ihren Bildern  hat sie über 2 Millionen Follower, und ich warte immer sehnsüchtig auf die nächste Veröffentlichung, um darüber zu lachen, zu schmunzeln oder manchmal auch einfach nur den Kopf zu schütteln.

Hier findet ihr ihren Account. Das hier ist einer meiner Favoriten der letzten Zeit, oder das hier ist auch herrlich.  Viel Spaß beim surfen, und ich verspreche Euch, ihr werdet Selfies in Zukunft mit anderen Augen sehen…

 

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weibliche Vorbilder

weibliche Vorbilder 3 – Simone Menne

25. März 2018

Heute gibt es einen neuen Beitrag in meiner Reihe weibliche Vorbilder. Hier findet ihr den Artikel zu Astrid Lindgren, und hier zu Ada Lovelace. Und wie ich auf die Idee zu dieser Reihe kam findet ihr hier.

Heute stelle ich euch Simone Menne vor, und sie ist somit auch die erste Frau in dieser Reihe die noch lebt! Simone Menne ist eine 58 Jahre alte Managerin, und eine der ersten Frauen im Vorstand eines DAX Unternehmens. Von 2012 bis 2016 war sie CFO bei Lufthansa.

Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft arbeitete sie seit 1989 bei Lufthansa und hat sich dort durch verschiedene Stellen im In- und Ausland hochgearbeitet. Ich würde Simone Menne gerne fragen, ob Sie jemals wirklich erwartet hat, dass sie CFO bei Lufthansa wird. Oder ob sie vielleicht mit langer Hand darauf hingearbeitet hat. 23 Jahre lang, hat sie einen offensichtlich überdurchschnittlich guten Job gemacht, um dann 2012 CFO zu werden. Das beeindruckt mich.

In diesem Interview mit der Welt hat sie ihre Ansichten zu Frauen in Führungspositionen so formuliert: „Mit einer Frau alleine ändern Sie doch nicht die Kultur eines großen Konzerns. Man kann allerdings erreichen, dass eine Frau weitere Frauen nachzieht. Sie hat einen anderen Blick auf Themen, und deswegen kann sich etwas ändern. Das braucht aber seine Zeit. Und es passiert nicht zwangsläufig.“ Und auf die Frage ob im Beruf die Erwartungen an eine Frau anders seien als an einen Mann gab sie diese Antwort, die ich gut nachvollziehen kann: „Ja, wir haben nachweisbare Stereotype. Die Stereotype von Führungskraft und Mann sind fast dieselben. Frauen werden leider oft nicht so wahrgenommen. Als Frau müssen Sie immer einen Schritt mehr tun. Sie bekommen keinen Bonuspunkt, wenn Sie nett sind. Das erwartet man ohnehin von Frauen. Bei einem Mann würde man sagen, der ist besonders sozialkompetent. Bei einer Frau ist das, als würde sie ein Geburtstagsgeschenk mit zu einer Geburtstagsparty bringen – der Normalfall eben.“

Falls ihr noch mehr von Simone Menne lesen wollt, dann lest noch dieses Interview hier. „Deutsche Modedesigner“ fragen Simone Menne zu ihrem Outfit. Schade finde ich, dass sie ein Kleid hat, in dem sie sich immer wohl fühlt. Aber das trägt sie nicht oft…

Nachtrag vom 26.3.: Was für ein Zufall! Gestern kam in Stern online ein großes Interview mit Simone Menne, in dem es unter anderem um Vorbilder geht. Ihr findet es hier.

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weibliche Vorbilder 2 – Astrid Lindgren

25. Februar 2018

Heute geht es mit meiner Reihe „weibliche Vorbilder“ weiter. Hier findet ihr Teil 1.

Als ich kürzlich mit einer guten Freundin darüber geredet habe, dass ich manchmal nicht weiß, ob ich machen soll was ich möchte, oder ob ich machen soll, was von mir erwartet wird war ihre Antwort: Sei wie Pippi! Auf meine Nachfrage was sie damit meinte sagte sie: Mach was Dir gefällt. Diese Aussage hat mir gut getan, schließlich weiss ich ja in der Regel was mir gefällt und innerhalb meiner moralischen Grenzen tue ich sowieso nichts, was mir oder anderen bewusst schaden würde.

Und dann hab ich angefangen mir Gedanken über Pippi Langstrumpf zu  machen und in Folge dessen auch über Astrid Lindgren. Wer war diese Frau, die Anfang der 40er Jahre ein Mädchen beschreibt, das sich so gar nicht an bestehende Konventionen hält? Pippi ist eine Rebellin, sie wehrt sich mit ihrer frechen Art, sie ist unabhängig und stark und verhält sich gar nicht so, wie man es von einem kleinen Mädchen erwartet. Und alles das war Astrid Lindgren wohl irgendwie auch. Sie kam 1907 als Tochter einfacher Leute zur Welt, aber ich glaube ihre glückliche Kindheit (sie sagte selber, dass die Mischung aus Geborgenheit und Freiheit gepasst hat) und ihre freidenkenden Eltern haben sie anders geprägt, als die durchschnittlichen Mädchen jener Zeit. Sie durfte einen Schulabschluss machen, war berufstätig, und als sie mit 18 unverheiratet schwanger wurde, hat sie selbst für eine Pflegefamilie gesorgt. Ihren ersten schriftstellerischen Erfolg hatte sie, als sie 1944 bei einem Wettbewerb ein Manuskript (Britt-Mari erleichtert ihr Herz) einreichte und den 2. Platz gewann. Der Wettbewerb war mit der Forderung verbunden „der Text solle die Liebe zu Familie und Heim sowie das Verantwortungsgefühl gegenüber dem anderen Geschlecht befördern“. Britt-Mari im Buch ist allerdings überraschend selbstständig und unabhängig… Im Jahr darauf reichte Astrid Lindgren im Wettbewerb das Manuskript für Pippi Langstrumpf ein und gewann den ersten Preis! Damit begann der Erfolg von Astrid Lindgren. Die schwedische Schriftstellerin gehört zu den bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren der Welt. Ihre Bekanntheit nutzte sie um für Kinder- und Tierrechte zu kämpfen und erhielt zahlreiche Preise.

Soweit in Kürze zu dieser faszinierenden Frau. Zusammengefasst kann ich sagen: sie eignet sich hervorragend als weibliches Vorbild!

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weibliche Vorbilder 1 – Ada Byron Lovelace

7. Februar 2018

Kürzlich habe ich Euch hier ja gefragt, ob ihr weibliche Vorbilder habt. Also Frauen, die in ihrem Gebiet großes geleistet haben. Natürlich ist mir zuerst meine Mutter eingefallen. Eine starke Frau, die sich einmischt, handelt, Unrecht anspricht, hilfsbereit ist und immer eine pragmatische Lösung findet. Ok, aber nun häng ich mir ja kein Bild von meiner Mutter an den Schreibtisch…! Mein nächster Gedanke war „Angela Merkel“. Nicht nur, weil sie wie ich, jeden Tag das gleiche Outfit trägt, sondern auch, weil ich es bewundernswert finde wie sie jahrelang mir ihrer Art stoisch deutsche Bundeskanzlerin bleibt. Allerdings häng ich mir auch kein Bild von Angela Merkel an den Schreibtisch….

Und so begab ich mich auf die Suche. Und was für tolle Frauen mir dabei begegnet sind erzähl ich euch die nächsten Wochen immer wieder. Heute gehts los mit Ada Byron Lovelace, mit der ich mich schon vor einigen Monaten auseinander gesetzt hatte. Sie lebte von 1815 – 1852 undgilt heute als erste Person weltweit, die sozusagen Software programmiert hat. Besonders fasziniert mich an ihr, dass sie die damals gesellschaftlichen Konventionen umging und sich auf das konzentrierte was ihr Spaß machte, und womit sie Erfolg hatte. Und es freut mich, dass sie wirklich Erfolg hatte. Ihre Leistungen wurden nicht einfach einem Mann zugeschrieben, sondern sind klar als die ihren bekannt. Den Wikipedia Artikel zu dieser bewundernswerten Frau findet ihr hier.

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