Einmischen

Anfragen an die örtliche Gemeinde

3. April 2017

Ich habe mich kürzlich sehr über die Müllverschmutzung in unserer Gemeinde geärgert und daraufhin diese email ans Rathaus geschrieben:

Guten Abend!

Am Parkplatz XY zwischen X und Y steht seit einigen Wochen kein Mülleimer mehr.
Dadurch ist der Parkplatz und die Umgebung noch vermüllter wie sonst.
Kann dort bitte wieder ein Mülleimer aufgestellt werden?
Zu diesem Thema habe ich noch eine Frage: Als ich Kind war wurde 1x im Jahr eine Bachputzete durchgeführt. Gibt es so etwas eigentlich heute auch noch? Ich finde es ist bei uns momentan sehr vermüllt, was schade ist.
Vielen Dank!
Nun kam die Antwort die mich sehr freut:

Sehr geehrte Frau Reif,

vielen Dank für Ihren Hinweis.

Der alte Mülleimer wurde leider so kaputt gemacht, dass er abgebaut werden musste. Ein neuer ist bereits bestellt und wird in Kürze von unserem Bauhof aufgestellt werden. Im gleichen Zug wird dann auch der Müll entfernt werden.

Ich möchte auch noch die 2. Frage Ihrer Mail bezüglich der Bachputzete beantworten.

Hier wird die Schule in den nächsten Wochen wieder eine Aktion starten – diese befand sich Mitte März noch in der Planung und wir mussten uns hierzu auch erst erkundigen. Wir freuen uns, dass die Schule dies wieder organisiert und wir uns auf eine saubere Gemeinde freuen dürfen.

Ich danke Ihnen nochmals für Ihre Anregungen und wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Rathaus

Natürlich hat meine mail weder dafür gesorgt, daß der Mülleimer wieder aufgestellt wird, noch, daß die Bachputzete durchgeführt wird, aber ich bin überzeugt, daß es die Gemeinde interessiert, daß es Bewohner gibt, die ein Auge darauf haben was rundum geschieht, anstatt etwas nur hinzunehmen.

Darum möche ich Euch mal wieder ermuntern euch auch bei Verantwortlichen zu melden, wenn euch etwas stört. Natürlich auch, wenn euch etwas freut! Ich werde nun eine Antwort mail ans Rathaus schicken und mich bedanken…

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Einmischen | Müllvermeidung

Keramik vs. Kunststoff

31. März 2017

Bei uns im Geschäft werden täglich über 4500 Kunststoff Kaffebecher benutzt. Nachdem ich das herausgefunden hatte habe ich folgenden Verbesserungsvorschlag gemacht: Der Kaffe ist billiger wenn ein Keramikbecher benutzt wird, um so die Umwelt zu schonen. Mein Verbesserungsvorschlag wurde abgelehnt. Als Begründung wurde eine Studie von 2012 genannt, aus der hervorgeht, daß der Keramikbecher nur dann ökologischer ist, wenn er nur nach jedem 5. Gebrauch gespült wird und grundsätzlich mehr wie 3000 mal benutzt wird. Ansonsten ist der Plastikbecher ökologischer, da er in der Herstellung weniger Energie verbraucht, und durch das höhere Gewicht im Transport mehr Kraftstoff verbraucht. Was in der Studie leider nicht berücksichtigt wird ist das Recycling der hohen Menge an Plastikbechern. Schade.

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Einmischen

email von Denn’s

24. März 2017

Vor einigen Wochen war ich erstmals bei Denn’s einkaufen und war geschockt, daß die Ware großteils in Kunststoff verpackt ist. Bei manchen Lebensmitteln kann ich wirklich nicht verstehen, daß sie in Plastik verpackt sind. Haferflocken, Mehl, Kakao, Zucker z.B. gibt es normalerweise in Papierverpackungen, wieso nicht auch Reis, Linsen, Nudeln (Barilla verpackt als einzige mir bekannte Marke in Kartonage), Kaba, Nüsse usw. Daraufhin habe ich Denn’s angeschrieben. Anbei die Antwort. Ganz schlüssig find ich es leider nicht…

 

Sehr geehrte Frau Reif,
vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre offenen Worte.

Nachhaltigkeit und Ökologie sind für uns wichtige Firmenwerte.

Derzeit kann leider auch bei biologischen Lebensmitteln der Einsatz von Verpackungen nicht vermieden werden.

Für den Handel und die Produktion existieren in Europa bzw. Deutschland sehr strenge Vorgaben in Bezug auf die Hygiene und die Sicherheit von Lebensmitteln. Um hygienische Bedingungen (Schutz vor Kontaminationen) und sichere Lebensmittel gewährleisten zu können, aber auch um produkttypische Eigenschaften (z.B. Geruch, Aroma, etc.) besser halten zu können, kann leider auch bei biologischen Lebensmitteln der Einsatz von Verpackungen nicht vermieden werden.

Ein weiterer Grund für die Verwendung von Kunststoffverpackungen ist, dass auch im ökologischen Bereich die Kunden möglichst frische Waren haben möchten, die über einen gewissen Zeitraum haltbar sind. Viele Möglichkeiten zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, wie man Sie aus dem konventionellen Bereich kennt, stehen allerdings in der Herstellung von Bio-Produkten nicht zur Verfügung. Um dennoch eine gewisse Stabilität und Haltbarkeit von Bio-Produkten zu erreichen, werden daher Lebensmittel häufig unter Schutzgasatmosphäre verpackt. Dies ist gegenwärtig nur mit Kunststoffverpackungen realisierbar. Die Schutzgasatmosphäre unterbindet nicht nur den mikrobiellen Verderb, sie erschwert auch ein Eindringen von Schädlingen.

Bei der Verwendungen von alternativen Verpackungsarten, wie beispielsweise recycelten Papier (Pappkarton), wurde in letzter Zeit häufig berichtet, dass Kontaminanten aus den Papierverpackungen auf das Lebensmittel übergehen können (z.B. Übergänge von Mineralölrückständen aus recycelten Materialien). Um dies zu unterbinden, werden auch Lebensmittel in Pappkartons häufig noch mit einer zusätzlichen Kunststoffverpackung versehen oder die Papiere für Verpackungszwecke werden beschichtet. Der Gedanke ist hierbei ist immer die größtmögliche Sicherheit für die Lebensmittel und den Verbraucher zu gewährleisten.

Glas ist natürlich eine sehr gute Alternative und auch zu unterstützen. Man muss aber auch hier ehrlich bedenken, dass nicht jeder Hersteller Reinigungsanlagen in die Produktion integrieren kann. Die gesamte Flaschenrückführung, Reinigung und Prüfung auf Schadstellen ist kostenintensiv und aufwändig. Diese Kosten würden wahrscheinlich auf das Produkt gelegt werden, d.h. ein höherer Preis für den Verbraucher. Nicht jeder ist bereit diesen Preis zu zahlen.

Die Erzeuger und Hersteller ruhen sich aber nicht auf einem Status quo aus, vielmehr werden recycelbare und biologisch abbaubare Materialien auf ihre Tauglichkeit hin geprüft. Außerdem haben wir einige Teststationen für verpackungsfreies Einkaufen in Wien, Jena und in Berlin.

Grundsätzlich möchte ich deshalb sagen, dass die gesamte Branche sehr viel unternimmt und wir auf einem guten Weg sind.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Ines Ritter
Kundendialog

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Einmischen

Besuch beim Biosupermarkt B2

13. März 2017

Ich war vor einigen Wochen erstmals im Biosupermarkt B2 in Rottweil. Ich war total geschockt, daß so viele Lebensmittel in Plastik verpackt sind. Für mich ist Bio halt auch Müllvermeidung. Darum habe ich eine email geschrieben und mal nachgefragt. Daraufhin habe ich eine Email der Geschäftsführerin bekommen mit der Einladung zu einem Gespräch im Markt, bei dem mir das Nachhaltigkeitskonzept vorgestellt wird. Heute haben wir jetzt auf den 7. April fixiert. Ich bin sehr gespannt auf den Termin und freu mich über die Offenheit!

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Einmischen

Einmischen

Im Herbst 2002 habe ich mich zum ersten Mal eingemischt. Damals habe ich bei einer Aktion mitgemacht in der man ein altes Hemd an Bundeskanzler Schröder geschickt hat um seinen Unmut über die Steuerpolitik zum Ausdruck zu bringen. Und seither schreibe ich immer wieder emails an Firmen, Fernsehsender, die Zeitung, an die Gemeinde usw. um auf Missstände hinzuweisen. Ich vermeide hier absichtlich den Begriff „Beschwerdemail“, da ich es wirklich nicht so sehe. Ich habe mal gelesen, dass Fernsehsender jede Rückmeldung wie mehrere Hundert Meinungen werten. Ich bin überzeugt, daß man mit Einmisch-Emails etwas bewirken kann. Hier werde ich immer wieder berichten wem ich so schreibe, und ob ich eine Antwort bekomme.

Mein Vorbild bei der Aktion ist übrigens meine Mutter, die schon oft Leserbriefe geschrieben hat, aber auch schon diverse Politiker in der Landes- und Bundespolitik haben von ihr Briefe bekommen!

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Einmischen | Müllvermeidung

Hunderunde mit Müllsammlung

4. März 2017

Heute habe ich die Hunderunde mal wieder zum Müllsammeln genutzt. Es ist so verrückt was alles an der Straße rumliegt. Besonders geschockt haben mich aber heute auf einer Strecke von 4 Metern 3 Schnapsflaschen. Und zwar deshalb, weil dieses Stück Straße zu einer Spedition führt. Ich bin mir leider sehr sicher (weil ich an der Spedition hinterm Zaun schon öfter Alkoholflaschen gefunden habe), daß die Trucker auf dem Heimweg die Flaschen entsorgen, damit sie „sauber“ auf dem Hof ankommen. Ich verstehe, daß das Leben als Trucker heftig ist, aber es wäre schön, wenn die Firma hier helfen könnte. Vielleicht schreib ich denen mal ne email. Aber ich hab in letzter Zeit schon so viele „Einmisch“-Emails geschrieben, darum heute nicht mehr. Und zum Thema „Einmisch“-Emails werdet ihr noch öfter von mir lesen. 🙂

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