Allgemein

Frauenpower

9. Juni 2017

Heute habe ich einen Artikel über Obi Felten gelesen. Sie sitzt in der Chefetage der Google Schwesterfirma X. Im Artikel ging es um Google, Innovation und Karriere.  Sie sagt „Männer bewerben sich oft auf Stellen, obwohl sie nur 50% der geforderten Qualifikationen haben. Frauen bewerben sich meist erst, wenn sie 100% haben.“ (Quelle: Zeitschrift „Aufbruch Beruf“)

Wenn ich Freundinnen, die eine neue Stelle suchen, Stellenanzeigen schicke bekomme ich oft zur Antwort „Aber was da drin steht kann ich doch gar nicht alles!“. Ich hab dann bisher immer gesagt „Eine Stellenanzeige ist eine Wunschliste. Das Unternehmen schreibt alles rein, was sie gerne hätten, es ist aber ok für sie wenn nur ein Teil erfüllt wird“. Mir war aber nicht klar, dass Männer diese Überlegung gar nicht anstellen!!!

Also liebe Frauen: Traut euch! Ich glaube, dass wir durch einen authentischen und ehrlichen Auftritt jede fehlende Qualifikation wett machen können! Tschakka!

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Wir sind Bettler, das ist wahr!

6. Juni 2017

Diese Woche bin ich einem Text von Pfarrer Peter Haigis begegnet, der mich sehr angesprochen hat. Meine momentanen Fragen nach Naturschutz, Sterben, Gerechtigkeit, Besitztum, Bewahrung der Schöpfung, werden zwar nicht beantwortet, aber als legitim und denkbar bestätigt.

 

Die Geschichte der Natur, die wir theologisch als gute, dem Menschen gegebene Schöpfung Gottes deuten, geht in Jahrmillionen über zahllose Menschenleben hinweg, die notwendigen kosmischen Umwälzungs- und Gestaltungsprozessen – Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Fluten, Eiszeiten – zum Opfer fallen, von den Tieren ganz zu schweigen. Doch genau diese so ungestüme Erde hat sich über Millionen von Jahren als Wohn- und Lebensraum des Menschen erwiesen. Gewiss, hier etwas gegeneinander aufrechnen zu wollen – die Ermöglichung von Leben einerseits und dessen anonyme Vernichtung andererseits – klingt zynisch. Aber vielleicht sollten wir uns in unserem theologischen Bemühen der Herausforderung stellen, dass die Schöpfungstheologie, sofern sie auf kosmische Dimension ausgreift (und anders macht sie wohl nur begrenzt Sinn), in Spannung steht zur Botschaft vom „unendlichen Wert“ individuellen Lebens, den wir hoch zu halten gewohnt sind – und vielleicht sollten wir uns auch dem stellen, dass die vorschnell in unsere Schöpfungstheologien eingewanderte Vorstellung, Gottes gute Schöpfung müsse uns zum Wohl und Nutzen (und zu nichts anderem als hierzu) dienen, falsch, kurzsichtig, anthropozentrisch, kindlich-narzisstisch ist: die Erde ist eben nicht des Menschen Haushaltskammer; die Erde ist des Herrn, gerade auch in ihrer individuelles menschliches Leben bedrohenden und vernichtenden Gestalt. Wir sind Bettler, das ist wahr! Zu unserem Eigentum und Besitz gehört nicht einmal das nackte Leben.

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Allgemein

Mein erster Smoothie

5. Juni 2017

Diese Woche habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Smoothie getrunken. Und zum letzten Mal.

Also, irgendwie habe ich die Idee wahrscheinlich nicht verstanden. Der Smoothie soll dabei helfen die täglich benötigte Menge an Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Aber warum isst man dann nicht einfach Obst und Gemüse? Ausserdem hat es mir nicht wirklich geschmeckt. Es ist halt ein „Durcheinander“ und als sehr strukturierter Mensch ess ich offensichtlich lieber nacheinander anstatt durcheinander. Ich ess meinen Salat ja auch am liebsten nach dem essen (von einem separaten Teller)! 🙂

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Allgemein | Einmischen

Pariser Klimaschutzabkommen

4. Juni 2017

Trump steigt aus! Diese Meldung hat diese Woche die Welt beschäftigt.

Jetzt frag ich aber mal ganz provokant: Ist Deutschland überhaupt richtig eingestiegen? Oder haben wir nur Verträge unterzeichnet und loben uns, und die andren Länder dafür gegenseitig?

Anfang April kam die Meldung, dass Deutschland in den Monaten Januar bis März das komplette Jahresbudget an CO2 für 2017 aufgebraucht hatte. Hier habe ich darüber geschrieben. Diese Tatsache lässt mich daran zweifeln, dass wir viel erfolgreiche sind als die USA. Um hierüber Klarheit zu bekommen habe ich nun dem Bundesumweltministerium eine email geschrieben. Frage: Was sind die konkreten Ziele (SMART Formel!) um mit dem Budget auszukommen.

Bin gespannt welche Antwort ich bekomme!

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Allgemein

Kleiderschrank ausmisten

2. Juni 2017

Wie schaffe ich es nur Kleidungsstücke in meinem Kleiderschrank zu haben, die ich wirklich trage? Laut Statistik (Quelle Greenpeace) tragen wir nur 40% des Inhalts regelmässig. Andere Zahlen sagen, dass wir 10-20% der Teile 80% der Zeit getragen werden.

Somit habe ich heute mal wieder ausgemistet. Ich habe obwohl ich eigenlich nichts mehr kaufe (ausser dem Ausrutscher im Januar bei dem ich ein Longsleeve gekauft habe) habe ich immer noch sehr viele Klamotten. Bisher habe ich meinen Kleiderschrank immer nach folgenden Kriterien gemistet: „Was hatte ich schon lange nicht mehr an?“, aber heute bin ich so vor gegangen „Welches Teil besitze ich vom Stil und von der Farbe her mehrfach?“ Denn eigentlich ist das ja dann unnötig. Vor allem weil ich sehr konsequent jeden Freitag alle getragene Wäsche wasche.

Zum Beispiel hatte ich 3 beige Chino-Hosen. Die ich auch alle immer mal anhatte. Aber da ich nur 1 Paar Beine habe brauche ich wirklich nur eine davon. Oder ich hatte 2 schwarze Bleistift Röcke. Oder 4 Fleece Pullover! Total unnötig! Durch diese Vorgehensweise sind heute somit summa summarum 12 Teile rausgeflogen. Hurra!

Die Teile wandern übrigens nicht auf den Müll (5% unserer Müllhalden sind weggeworfenen Kleidung!), sondern in den Tafelladen.

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Jeden Tag das gleiche Outfit

1. Juni 2017

Ich trage seit Oktober ja jeden Tag das gleiche Outfit (schwarze Stoffhose, helle Bluse). Über die Vorteile habe ich hier ja berichtet.

Heute schreibe ich hierzu nochmal ein paar Gedanken für Euch auf. Und zuerst mal eine der, wie ich finde spannendsten Erfahrungen die ich gemacht habe: Mich hat noch nie jemand darauf angesprochen! Es hat noch nie jemand gesagt „sag mal, früher warst Du doch immer so chic, und jetzt bist Du so langweilig angezogen, was ist denn los?“ oder so? Wahnsinn! Wofür hab ich mir all die Jahre so viel Mühe gemacht?

Diese Erfahrung hat auch Karl Stefanovic gemacht. Der australische Fernsehmoderator beobachtete, dass seine weiblichen Kolleginnen immer wieder Rückmeldungen zu ihrem Aussehen und Outfit bekamen. Daraufhin trug er ein Jahr lang den gleichen blauen Anzug. Kein Zuschauer bemerkte es oder schrieb an den Sender! Den Artikel hierzu findet ihr hier.

 

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Allgemein

regionale Unterwäsche

31. Mai 2017

Tja, Unterwäsche gibts halt nicht Second Hand. Darum hab ich kürzlich ein regionales Unternehmen besucht und mich mal erkundigt. Hier gibt es tatsächlich Wäsche aus Bio Baumwolle, die in Deutschland gesponnen, gewoben, gefärbt und zugeschnitten (letzteres hab ich selber gesehen) wird. Genäht wird teilweise hier und teilweise bei einem Unternehmen in Kroatien (immerhin in der EU und somit wahrscheinlich unter Bedingungen die ok sind). Jetzt hoffe ich, dass die Qualität gut ist und lange hält.

Sehr spannend fand ich im Gespräch übrigens folgende Aussage: „Das Internet hat uns gerettet“.

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Allgemein

Wo kann man guten Gewissens Fleisch kaufen?

29. Mai 2017

Da wir am Wochenende grillen wollten „musste“ ich mal wieder Fleisch kaufen. Also bin ich in den Rewe im Nachbarort und hab dort Qualivo Fleisch gekauft. Hier habe ich ja schon mal darüber berichtet. Ich habe die Bedienung gefragt, ob sie denn auf dem Hof Russ zur Einarbeitung war. Sie hat mich mit großen Augen angeschaut (wahrscheinlich war ich die erste die das gefragt hat) und gesagt „ja klar, wir alle hier“! Und dann hat sie berichtet wie schön das war, und dass die Tiere dort noch glücklich aufwachsen. Wörtlich hat sie gesagt „so wie ich das halt aus meiner Kindheit kenne“.

Schön! 🙂

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Allgemein | Natur

vernichtend!

26. Mai 2017

Auf dem Bild seht ihr einen Weinberg. Ein gestreifter Weinberg. Warum ist er gestreift? Weil untern den Reben Unkrautvernichtungsmittel gespritzt wurde. Und zwischen den Reihen nicht. Sprich eigentlich wäre es überall saftig grün, da dies aber unter den Reben nicht gewünscht ist ist es dort unnatürlich braun.

Also, das Unkraut wird vernichtet. Und was passiert, wenn wir das Unkrautvernichtungsmittel über den Wein zu uns nehmen…?

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Allgemein | Mode

Lohnpolitik Modebranche

25. Mai 2017

Vor vielen Jahren bin ich beim Lesen einer christlichen Frauenzeitschrift über einen kleinen Artikel gestoßen, der mich beschäftigt hat. Kürzlich habe ich gesehen, dass er mich sogar so sehr beschäftigt hat, dass ich ihn aufbewahrt habe. Es ging um die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Hier für Euch zur Info mal die Preiszusammensetzung einer Jeans (Quelle: Greenpeacemagazin, Textilfibel):

50% Einzelhandel, Verwaltung und Mehrwertsteuer

25% Markenname, Verwaltung und Werbung

13% Material und Gewinn der Fabrik im Billiglohnland

11% Transport,  Steuern und Import

1% ArbeiterIn

Würde die Arbeiterin also so entlohnt werden, dass sie von ihrem Lohn leben könnten, würde sich dies noch nicht mal großartig auf den Verkaufspreis auswirken! Darum sage ich hier, und in meinen Vorträgen: Ich fordere die Modebranche auf ihre Lohnpolitik zu verändern! Ich werde erst dann wieder Kleidung von konventionellen Marken kaufen, wenn sich die Situation in den Billiglohnländern verändert hat.

Bereits jetzt, nach wenigen aktiven Wochen habe ich über 2500 Besucher pro Monat auf meinem Blog. Daraus schließe ich, dass Euch das Thema „nachhaltige Kleidung“ wichtig ist. Ich bin überzeugt, wenn mehr Menschen klar Stellung beziehen und Fairantwortung übernehmen können wir etwas verändern.

Oder wie Sina Trinkwalder sagt:

„Was kann ich als einzelner schon ändern?“ fragte die Menschheit? „Alles“ sagte die Zuversicht.

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