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NO LOGO

15. April 2018

Dieses Buch habe ich die letzten Wochen gelesen. Der „Klappentext“ hatte mich angesprochen: Die führende Intellektuelle unserer Zeit und Bestsellerautorin Naomi Klein offenbart die Machenschaften multinationaler Konzerne hinter der Fassade bunter Logos. Der von ihr propagierte Ausweg aus dem Markendiktat ist eine Auflehnung gegen die Täuschung der Verbraucher, gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, die Zerstörung der Natur und kulturellen Kahlschlag. Denn durch ihre Demystifizierung verlieren die großen, global agierenden Marken an Glanz und Macht – zum Wohle aller.

Leider hat mich das Buch nicht gefesselt und auch nicht überzeugt. In den Kapiteln  zum Thema „Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie“  gab es zwar Infos die ich noch nicht kannte, aber vieles war mir schon bekannt. Neu war mir, dass in manchen Produktionsbetrieben die Näherinnen eine Plastiktüte unter der Nähmaschine haben (hatten?), in die sie urinieren müssen, und dass es Betriebe gibt (gab?), in der eine benutze Monatshygiene vorgezeigt werden muß, damit Schwangere schnellstmöglich rausgeworfen werden können.

Ein Aspekt aus dem Buch war mir bisher aber noch nicht so klar, nämlich der, dass die Big Player der Modeindustrie gar keine Produktionsunternehmen mehr sind, und somit keine großen Arbeitgeber (ausser für Designer und Verwaltung, aber nicht für Arbeitnehmer in der Produktion), sondern alle Artikel nur von Fremdfirmen zugekauft und mit dem Logo versehen werden. Naomi Klein nennt dies „Signierung von Textilien“.

Über lange Strecken fand ich das Buch aber einfach nur langweilig. Das lag großteils daran, dass es schon 1999 herauskam und alle Beispiele und Fakten aus den Jahren 1995 bis 1998 sind. Somit habe ich mir ständig die Frage gestellt „und wie ist die Situation heute?“.  Darüberhinaus fand ich es zu detailliert geschrieben und sehr langatmig.

Ich schenke es gerne weiter, falls jemand von Euch (trotzdem noch) Interesse daran habt gebt mir einfach Bescheid. 🙂

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weibliche Vorbilder

weibliche Vorbilder 4 – Celeste Barber

13. April 2018

Heute gibt es Teil 4 meiner Reihe „weibliche Vorbilder“. Hier findet ihr Teil 3, und hier findet ihr, wie ich auf die Idee zu dieser Reihe kam.

Celeste Barber ist für mich ein Vorbild im Hinblick auf „I don’t care“. Sie macht ihr Ding, und ihr ist egal, ob sie sich dabei lächerlich macht. Das find ich klasse. Celeste Barber ist 35 Jahre alt und eine australische Schauspielerin, Comedian, und ein Instagram Star. So wurde ich auch auf sie aufmerksam, und folge ihr schon eine ganze Weile. Mit ihren Instagram Bildern macht sie sich über  „Stars“, „Models“, „Schauspieler“ lustig, und verdeutlicht wie künstlich die Mode- und Unterhaltungsindustrie ist. Dabei stellt sie Selfies, oder andere Bilder oder Filmchen nach (die sie auf Instagram oder sonst im Netz findet) und posiert wie das Model. Da sie aber nicht magersüchtig-dünn, oder stark geschminkt, oder gephotoshoped ist wirken ihre Bilder nur lächerlich, und dadurch die Bilder der „Stars“ umso mehr. Wir haben uns nur an den Anblick gewöhnt und es tut gut, dass jemand an diesem Image kratzt. Und so wird eine ganz normale australische Mama plötzlich schöner und würdevoller als unechte „Stars“. Wunderbar!

Mit ihren Bildern  hat sie über 2 Millionen Follower, und ich warte immer sehnsüchtig auf die nächste Veröffentlichung, um darüber zu lachen, zu schmunzeln oder manchmal auch einfach nur den Kopf zu schütteln.

Hier findet ihr ihren Account. Das hier ist einer meiner Favoriten der letzten Zeit, oder das hier ist auch herrlich.  Viel Spaß beim surfen, und ich verspreche Euch, ihr werdet Selfies in Zukunft mit anderen Augen sehen…

 

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Allgemein

Herzliche Einladung zur Betriebsbesichtigung von „Mey“ am 26.04.2018

11. April 2018

Herzliche Einladung mit mir die Textilfirma „Mey“ in Albstadt zu besuchen. Hier habe ich berichtet wie es zu der Einladung kam. Veranstaltet wird die Betriebsbesichtigung vom Frauenwirtschaftsforum, in dem ich ja aktiv bin.

Mey produziert in eigenen Werken in Europa Unterwäsche und legt nach eigener Aussage großen Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und sozial verantwortliches Handeln. Davon will ich mich am 26.04. persönlich überzeugen.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, deshalb füllen wir die Liste nach Anmeldedatum. Bitte gebt mir Bescheid, wenn ihr dabei sein wollt. Folgende Inhalte sind geplant: Historie der Mey Unternehmensgruppe, Produktion auf höchstem Niveau –  vom Garnlager bis zur Konfektion, Eine Reise durch die Zeit – Das Nähmaschinenmuseum. Los gehts um 13.30 Uhr, geplantes Ende 16.30 Uhr.

Ich bin sehr gespannt, ob wir ausschließlich Filme und Präsentationen sehen, oder auch wirklich in die Produktion dürfen. Am Standort in Albstadt werden wohl 80% der benötigten Stoffe selbst produziert.

Für diejenigen von Euch die nicht dabei sein können werde ich auf jeden Fall im Anschluß eine Bericht schreiben 🙂

 

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