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chinesische Gedanken

31. Mai 2018

Ich hatte euch hier ja kürzlich erzählt, dass ich nach China reise und überlegt ob es meine Gedanken über Plastikmüll wohl beeinflussen wird. Also, die China Reise hat mich tatsächlich sehr beschäftigt, allerdings nicht hinsichtlich des Mülls. Mir ist nicht sehr bewusst aufgefallen, dass viel mehr Müll als bei uns erzeugt wird, und was mir positiv aufgefallen ist, ist wie sauber es in der Stadt war. Ich war in Shanghai, und im Gegensatz zu vielen anderen größeren und kleineren Städten die ich im Ausland besuche war es auffallend sauber. Es waren aber auch ständig Menschen unterwegs, die aufgeräumt und Müll aufgesammelt haben. Das finde ich super, denn der aufgesammelte Müll wird hoffentlich „ordentlich“ entsorgt (wahrscheinlich in Müllverbrennungsanlagen verbrannt) und landet somit nicht im Meer.

Was mich aber sehr beschäftigt hat waren Gedanken die ausgelöst wurden durch die unfassbare Größe der Stadt und somit der Anzahl an Menschen die dort leben. Shanghai ist eine der größten Städte der Welt (nach Tokio-Yokohama und Delhi die 3. größte mit fast 24 Millionen Einwohnern, im Vergleich Berlin hat 3,6 Millionen Einwohner, Deutschland 82,5 Millionen), und an einem Abend den ich Downtown verbracht habe (Spaziergang die Nanjing Straße runter bis zum Bund, Blick vom Bund Richtung Pudong),  habe ich mehr Gesichter gesehen als zu Hause in 4 Wochen. Oder anders ausgedrückt: Menschenmassen. Überall Menschen ohne Ende: In der U-Bahn, auf den Straßen, auf Elektrorollern, zu Fuß, in Geschäften…

Und die Gedanken die sich mir aufgedrängt haben waren: Wie ist das logistisch zu bewältigen, wie werden diese Menschenmassen versorgt, und die Überbleibsel entsorgt? Wie kann genug Nahrung produziert und herbei geschafft werden um so viele Menschen die auf so kleinem Raum leben zu ernähren? Und unter welchen Umständen werden diese Massen an Nahrungsmitteln wohl erzeugt?

Schwierige Fragen, die China die letzten 40 Jahre versucht hat mit der Ein-Kind-Politik zu beantworten, die zu menschenverachtenden und schmerzhaften Erfahrungen geführt hat. Diese Betrachtungsebene wirft noch schwierigere Fragen auf….

Für mich war die Reise mal wieder ein Grund für tiefe Dankbarkeit für das Leben das ich führe und hat mir ein weiteres Mal Gnade vor Augen geführt.

Anbei noch 2 gegensätzliche Bilder, einmal ein wunderbarer Park mitten in Shanghai und das andere der Blick vom Bund nach Pudong.

 

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