Erfolg und Versagen

neuer Suppenstock/Gewürzpaste

18. April 2018

Kürzlich habe ich wieder Supppenstock/Gewürzpaste hergestellt. Im Juli habe ich das ja zum ersten Mal gemacht. Hier findet ihr den Beitrag. Und nun nach 9 Monaten war das letzte Glas fast leer.

Ich verbuche meine Umstellung auf selbstgemachten Suppenstock als Erfolg. Die Zutaten sind Bio und regional (bis auf das Meersalz natürlich) und der Suppenstock kommt ohne Konservierungsstoffe aus. Ich habe die Gläser in der Tiefkühltruhe aufbewahrt und erst rausgeholt, wenn das vorherige leer war. Und das, das jeweils in Benutzung war habe ich im Kühlschrank aufbewahrt. Es ist nie ein Glas verschimmelt, wobei ich auch penibel jedes Mal einen ganz sauberen Löffel genommen habe. Ich verwende den Suppenstock hauptsächlich beim Reis kochen, und als Gewürzmischung beim Dampfgaren.

Dieses Mal habe ich jetzt andere Gewürze genommen, nämlich Petersilie, Schnittlauch, Thymian und Kresse. Das Gemüse ist wieder Lauch, Sellerie, Kohlrabi und Mohrrübe. Die Paste ist  grüner als letztes mal, schmeckt somit bestimmt auch anders (habe sie noch nicht benutzt, da im letzten Glas noch ein Rest ist). Anbei noch 2 Beweisbilder 🙂

Den ersten Teil der Serie „Erfolg und Versagen“ findet ihr übrigens hier.

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Allgemein | Lesenswert

NO LOGO

15. April 2018

Dieses Buch habe ich die letzten Wochen gelesen. Der „Klappentext“ hatte mich angesprochen: Die führende Intellektuelle unserer Zeit und Bestsellerautorin Naomi Klein offenbart die Machenschaften multinationaler Konzerne hinter der Fassade bunter Logos. Der von ihr propagierte Ausweg aus dem Markendiktat ist eine Auflehnung gegen die Täuschung der Verbraucher, gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, die Zerstörung der Natur und kulturellen Kahlschlag. Denn durch ihre Demystifizierung verlieren die großen, global agierenden Marken an Glanz und Macht – zum Wohle aller.

Leider hat mich das Buch nicht gefesselt und auch nicht überzeugt. In den Kapiteln  zum Thema „Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie“  gab es zwar Infos die ich noch nicht kannte, aber vieles war mir schon bekannt. Neu war mir, dass in manchen Produktionsbetrieben die Näherinnen eine Plastiktüte unter der Nähmaschine haben (hatten?), in die sie urinieren müssen, und dass es Betriebe gibt (gab?), in der eine benutze Monatshygiene vorgezeigt werden muß, damit Schwangere schnellstmöglich rausgeworfen werden können.

Ein Aspekt aus dem Buch war mir bisher aber noch nicht so klar, nämlich der, dass die Big Player der Modeindustrie gar keine Produktionsunternehmen mehr sind, und somit keine großen Arbeitgeber (ausser für Designer und Verwaltung, aber nicht für Arbeitnehmer in der Produktion), sondern alle Artikel nur von Fremdfirmen zugekauft und mit dem Logo versehen werden. Naomi Klein nennt dies „Signierung von Textilien“.

Über lange Strecken fand ich das Buch aber einfach nur langweilig. Das lag großteils daran, dass es schon 1999 herauskam und alle Beispiele und Fakten aus den Jahren 1995 bis 1998 sind. Somit habe ich mir ständig die Frage gestellt „und wie ist die Situation heute?“.  Darüberhinaus fand ich es zu detailliert geschrieben und sehr langatmig.

Ich schenke es gerne weiter, falls jemand von Euch (trotzdem noch) Interesse daran habt gebt mir einfach Bescheid. 🙂

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