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Mein Weg zu mehr Fairantwortung
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Bilder aufhängen

4. Februar 2018

Heute schreibe ich Euch einen kleinen Teil eines interessanten Interviews der Zeit mit der Schweizerin Iris Bohnet, die Verhaltensökonomie an der Kennedy School in Harvard lehrt auf. In dem Interview geht es darum, dass häufig Männer immer noch Männer einstellen, und Frauen sich manchmal bei Vorstellungsgesprächen schlecht verkaufen. Das komplette Interview findet ihr hier. Die Zeit fragt, ob Frau Bohnet eine Idee hätte, die dies schnell verbessern könnte.

Bohnet: „Ja! Hängen Sie Bilder von Frauen auf, die man sich als Vorbild nehmen kann.“ Zeit: „Das klingt banal.“ Bohnet: „Lassen Sie es mich an einem einfachen Beispiel erklären. In den USA wurden die Mathefähigkeiten von asiatischen Mädchen untersucht. Einen Teil der Mädchen wollten die Forscher daran erinnern, dass sie Frauen sind – und man ließ sie vorher Puppenhäuser ausmalen. Einer anderen Gruppe lege man Bilder von Menschen vor, die mit Stäbchen aßen. Eine Vergleichsgruppe bekam bloß ein Landschaftsbild. Sie ahnen: Am schlechtesten schnitt die „Puppen-Gruppe“ ab. Die Mädchen, die man an ihre asiatische Herkunft erinnerte, waren die besten. Zeit: „Was lernen wir daraus?“ Bohnet: „Wenn man Menschen an jenen Teil ihrer Identität erinnert, der negativ mit der zu lösenden Aufgabe verbunden wird, schneiden sie schlechter ab. Es gibt also noch viele Wände auf dieser Welt, die eine neue Dekoration brauchen.“

Faszinierend, oder? Fällt euch spontan ein weibliches Vorbild ein?

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