Annette bloggt

Mein Weg zu mehr Fairantwortung
Allgemein

Den Dingen einen Namen geben

24. Juni 2017

Ich habe diese Woche einen interessanten Abend zum Thema „Gender-Thematik“ im beruflichen Umfeld erlebt. Nach einem anregenden Impulsvortrag von Sophie Kahlau haben die anwesenden Frauen ihre Erfahrungen ausgetauscht. Es war für mich motivierend zu sehen, dass letzten Endes alle Frauen mit den gleichen Problemen konfrontiert sind.

Im Anschluß wurde die Handreichung „Ist doch ein Kompliment… Behauptungen und Fakten zu Sexismus“ der Rosa Luxemburg Stiftung verteilt, aus der ich zitiere:

„Sexismus ist kein Luxus-Problem, das wir uns erlauben können, sondern eine diskriminierende Grundstruktur unserer Gesellschaft, der wir uns stellen müssen, um eine gerechtere und solidarische Gesellschaft zu schaffen. Das wäre eine Welt, in der wir alle freier leben könnten, weil uns hierarchische Geschlechterrollen nicht mehr einschränken. Eine Welt, in der nicht das angeborene Geschlecht über Zugangschancen zu Macht und Einfluss bestimmt und in der es keine besser bezahlten Männer- und schlecht bezahlten Frauenjobs gibt – sondern einfach nur Arbeit. Eine Welt, in der Sorgearbeit nicht mehr hauptsächlich von Frauen erledigt wird. Eine Welt, in der Menschen keine Gewalt widerfährt, nur weil sie nicht auf den ersten Blick ein Mann oder eine Frau sind. Eine Welt, in der Jungs und Männern nicht ihre Gefühle abgesprochen werden und Mädchen und Frauen mehr sein dürfen als «emotional». Eine Welt, in der Opfern von sexualisierter Gewalt keine Schuld gegeben wird. Es wäre eine Welt, in der wir Menschen sein könnten und an zweiter Stelle ein Geschlecht. Sexismus abzuschaffen ist ein Befreiungsprojekt für uns alle.“

Wow, da sind wir noch weit davon entfernt! Aber ich freue mich, dass das Thema ins Blickfeld kommt. Mein persönliches Fazit des Abends war: Ich möchte im beruflichen Umfeld mit Frauen solidarisch sein, also eher mal helfen, Verständnis zeigen für Probleme oder schwierige Situationen, besonders mit jungen Kolleginnen, die noch keine große Berufs- und Lebenserfahrung haben. Mal sehen wie es mir gelingt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich benutze Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem und der Datenschutzerklärung zu.