Allgemein | Natur

vernichtend!

26. Mai 2017

Auf dem Bild seht ihr einen Weinberg. Ein gestreifter Weinberg. Warum ist er gestreift? Weil untern den Reben Unkrautvernichtungsmittel gespritzt wurde. Und zwischen den Reihen nicht. Sprich eigentlich wäre es überall saftig grün, da dies aber unter den Reben nicht gewünscht ist ist es dort unnatürlich braun.

Also, das Unkraut wird vernichtet. Und was passiert, wenn wir das Unkrautvernichtungsmittel über den Wein zu uns nehmen…?

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Allgemein | Mode

Lohnpolitik Modebranche

25. Mai 2017

Vor vielen Jahren bin ich beim Lesen einer christlichen Frauenzeitschrift über einen kleinen Artikel gestoßen, der mich beschäftigt hat. Kürzlich habe ich gesehen, dass er mich sogar so sehr beschäftigt hat, dass ich ihn aufbewahrt habe. Es ging um die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Hier für Euch zur Info mal die Preiszusammensetzung einer Jeans (Quelle: Greenpeacemagazin, Textilfibel):

50% Einzelhandel, Verwaltung und Mehrwertsteuer

25% Markenname, Verwaltung und Werbung

13% Material und Gewinn der Fabrik im Billiglohnland

11% Transport,  Steuern und Import

1% ArbeiterIn

Würde die Arbeiterin also so entlohnt werden, dass sie von ihrem Lohn leben könnten, würde sich dies noch nicht mal großartig auf den Verkaufspreis auswirken! Darum sage ich hier, und in meinen Vorträgen: Ich fordere die Modebranche auf ihre Lohnpolitik zu verändern! Ich werde erst dann wieder Kleidung von konventionellen Marken kaufen, wenn sich die Situation in den Billiglohnländern verändert hat.

Bereits jetzt, nach wenigen aktiven Wochen habe ich über 2500 Besucher pro Monat auf meinem Blog. Daraus schließe ich, dass Euch das Thema „nachhaltige Kleidung“ wichtig ist. Ich bin überzeugt, wenn mehr Menschen klar Stellung beziehen und Fairantwortung übernehmen können wir etwas verändern.

Oder wie Sina Trinkwalder sagt:

„Was kann ich als einzelner schon ändern?“ fragte die Menschheit? „Alles“ sagte die Zuversicht.

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Müllvermeidung

thermische Verwertung

24. Mai 2017

Thermische Verwertung ist der politisch korrekte Ausdruck für Müllverbrennung. Klingt doch super, und gar nicht schlimm…

Mal ein paar Fakten: 50% unseres Mülls werden verbrannt, die Energie wird zwar genutzt, allerdings ist der Heizwert schwierig zu berechnen, da er von der Müllmischung abhängt. Klar ist aber, dass nur ein Teil derjenigen Energie wieder gewonnen wird, die in den Rohstoffen der Ausgangsprodukte steckte und bei deren Herstellung benötigt wurde. Und, selbst bei der Verbrennung bleibt logischer Weise etwas übrig, nämlich Asche und Schlacke. 2002 wurden in den deutschen Müllverbrennungsanlagen ca. 3,4 Millionen Tonnen Schlacke produziert, wovon nach der Schlackenaufbereitung noch 2,9 Millionen Tonnen übrig blieben. Und dann geht ja auch noch einiges durch den Schornstein…

Ein Wahnsinn, den wir täglich uns, unserer Umwelt, unseren Nachfahren zumuten! Die Menge an Plastikmüll hat sich in Deutschland übrigens seit 1991 verdoppelt und Deutschland ist mit durchschnittlich 150kg Verpackungsmüll pro Kopf im Jahr Europameister!

https://de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung

Übrigens: ca. 8 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Weltmeeren…

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Allgemein | Konsumverzicht | Mode

Wie ziehe ich mich nachhaltig an?

23. Mai 2017

Du möchtest Dich nachhaltig anziehen, weil Dir Ressourcenschonung, Müllvermeidung, Fairantwortung wichtig ist, weisst aber nicht was es für Möglichkeiten gibt? Hierzu gebe ich Dir heute Tipps.

  1. Gehe sorgfältig mit den Kleidungsstücken um, die Du schon besitzt, so dass sie lange halten. Repariere sie, wenn sie kaputt sind, nähe Knöpfe frisch an, bevor sie abfallen und verloren gehen, entferne Flecken, vermeide den Trockner, wasche sie nur wenn es nötig ist, und nur so lange und so heiß wie es sein muß, gebe ihnen ausreichend Platz im Schrank.
  2. Wähle beim Einkauf sorgfältig aus. Kaufe nur, was du wirklich brauchst, was Dir perfekt passt und Dir total gefällt.
  3. Kaufe Outfits, die eine gute Qualität haben. Gute Qualität kostet oft mehr, aber der Preis pro Nutzung ist letzten Endes geringer als bei schlechter Qualität. Ein T-Shirt für 4 Euro wird niemals länger als eine Saison halten.
  4. Trage Second Hand Kleidung. Wenn Du jetzt an muffige Second Hand Läden, oder überfüllte Flohmärkte denkst kann ich Dir sagen: Es gibt moderne Alternativen! Veranstalte eine Klamottentauschparty mit Deinen Freundinnen; schaue bei Ebay Kleinanzeigen und vereinbare einen Termin bei dem hin fährst und alles durchprobierst (oft räumt jemand seinen Kleiderschrank komplett auf, und verkauft mehr wie ein Stück), wenn Dir der Haushalt o.ä. unsympathisch ist, gehst Du einfach wieder; miete Kleidung (z.B. bei temporarywardrobe oder bei der Kleiderei)… Ich kaufe meine Second Hand Kleidung großteils im Second Hand Laden meines Vertrauens.
  5. Kaufe nachhaltige Kleidung. Dieser Punkt ist für mich der schwerste. Denn nachhaltig ist nicht zwangsläufig bio, und „Made in Europe“ bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Näherin von ihrem Lohn leben kann. Darum rate ich Dir: Recherchiere bevor Du kaufst. Wenn Du Zweifel hast schreib die Firma vorher an und bitte um Infos. Im Internet, z.B. auf Avocadostore gibt es viele nachhaltige Marken, was das Vergleichen leichter macht. Besonders gefällt mir, dass bei jedem Artikel steht, was diesen nachhaltig macht. So kannst Du abwägen was Dir wichtig ist.  Nachdem mich die Bücher von Sina Trinkwalder so beeindruckt haben möchte ich auch auf Manomama hinweisen. Hier würde ich mit gutem Gewissen ohne weitere Recherche einkaufen! Bisher habe ich weder bei Avocadostore noch bei Manomama etwas gekauft, da ich momentan einfach nichts brauche! 🙂
  6. Am radikalsten ist es natürlich den Kleidungskonsum runterzufahren in dem Du jeden Tag das gleiche anziehst. 

Zusammenfassen könnte man dies mit einem Zitat der Modeschöpferin Vivienne Westwood:                    Buy less. Choose well. Make it last.

Oder wie ich immer sage: Das nachhaltigste Kleidungsstück ist das, das nicht produziert wird.

 

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Müllvermeidung

Ölivenöl anstatt Bodylotion

22. Mai 2017

Meine Bodylotion war leer, und ich wollte keine neue kaufen, weil es die ja nur in Plastikverpackung gibt. Im Internet hab ich gelesen, dass manche stattdessen Olivenöl nehmen, welches ja in Glasflaschen ist. Ich habe jetzt eine kleine Flasche gekauft (ich dachte eine kleine, damit nicht so viel kaputt ist, falls mir die Flasche im Bad auf die Fliesen fällt…) und einfach mal probiert. Und ich sag euch: Es ist super! Die Haut fühlt sich den ganzen Tag angenehm an, und mit der richtigen Dosierung (nicht zu viel!) gar nicht fettig. Und man riecht überhaupt nicht nach Olivenöl! Ich kann es somit nur empfehlen. Mir ist eingefallen, dass ich auf der Bühne noch so kleine Glas-Bügelflaschen habe (in denen ich an Weihnachten selbst gemachten Likör verschenke), da werde ich jetzt mal umfüllen, dann ist noch weniger kaputt falls es ein Malheur gibt… 🙂

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