Annette bloggt

Mein Weg zu mehr Fairantwortung
Allgemein

replace plastic

21. August 2018

Heute berichte ich euch von einer App die ich seit kurzem benutze. Sie heißt Replace Plastic. Mit der App kann man Hersteller darauf hinweisen, dass man mit der Verpackung unzufrieden ist, und das Produkt lieber (oder natürlich generell) kaufen würde, wenn die Verpackung anders wäre. Die App ist von „Küste gegen Plastik“ und macht es Verbrauchern sehr einfach die Hersteller anzusprechen. Das macht nämlich „Küste gegen Plastik“ für einen. Ich musste nur die App runter laden, mich registrieren, und immer wenn ich etwas in der Hand habe, das meiner Meinung nach zu viel Plastikverpackung besitzt scanne ich den Barcode ab und fertig. „Küste gegen Plastik“ sammelt die Einsendungen und schickt sie dann an den Hersteller. Der Sinn dahinter ist, dass viele Hersteller immer als Ausrede benutzen „der Verbraucher will es so“, und jetzt kann der Verbraucher eben reagieren! Toll!

Hier findet ihr ein Interview mit „Küste gegen Plastik“, mit noch mehr Infos.

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Lesenswert

Hirten, Jäger, Kritiker

17. August 2018

Dieses Buch habe ich in den letzten Tagen gelesen. Ehrlich gesagt hatte ich mir etwas mehr davon versprochen und habe mich somit bisle durchgequält. Ich hatte mit konkreteren „Lösungsvorschlägen“ gerechnet, allerdings war das vielleicht mein Fehler. Richard David Precht ist Deutschlands bekanntester Philosoph (und Philosophen machen nun mal keine Verbesserungsvorschläge, sondern philosophieren über Themen…) und beschreibt in seinem Buch eine Utopie für Deutschland. Also wie Deutschland im besten Fall im Jahr 2040 aussehen könnte. Wie wir dahin kommen können bleibt aber eben offen.

Wie immer verleihe ich es bei Interesse gerne!

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Allgemein

kurze Hosen

14. August 2018

Warum werden Männer und Frauen in Arbeitszusammenhängen unterschiedlich bewertet und was hat das mit kurzen Hosen zu tun?

Die Antwort gibt es hier.

Sehr interessant fand ich auch den Gesichtspunkt des Lächelns auf Bildern. Für Pressefotos oder bei Bildern im geschäftlichen Zusammenhang hab ich mir auch schon oft die Frage gestellt, ob ich lächeln soll. Schließlich hatte ich oft den Eindruck, dass Männer dies auf „professionellen“ Bildern nicht tun. Tja, der Autorin des verlinkten Artikels ist dies auch aufgefallen. Auch sie hat den Eindruck, dass von Frauen oft erwartet wird „etwas fürs Auge“ zu bieten, zusätzlich zu ihrer Fachkompetenz…. Schade!

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Lesenswert

Löwen wecken

11. August 2018

Schon lange hat kein Buch mehr solche Gefühle in mir ausgelöst. Dabei klingt der Klappentext noch relativ harmlos: Ein Neurochirurg überfährt einen illegalen Einwanderer. Es gibt keine Zeugen, und der Mann wird ohnehin sterben – warum also die Karriere gefährden und den Unfall melden? Doch tags darauf steht die Frau des Opfers vor der Haustür des Arztes und macht ihm einen Vorschlag, der sein geordnetes Leben komplett aus der Bahn wirft.

Die israelische Autorin Ayelet Gundar-Goshen schreibt offenkundig eine Geschichte über einen erfolgreichen Arzt und eine illegale Einwanderin. Aber sie schreibt auch über Moral, Anerkennung, Lüge, Zufall, Angst, Rassismus, Eifersucht, Chancen, Liebe und Hass.

Es gab während des lesens Stunden in denen ich nicht weiter lesen wollte, da mich das Verhalten der Protagonisten entsetzt hat, und es gab Stunden in denen ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte, weil ich wissen wollte wie es weiter geht.

Somit: Ein tolles Buch, das ich jederzeit gerne ausleihe.

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Lesenswert

Wenn Männer mir die Welt erklären

7. August 2018

Kennt ihr auch diese Situation: Ein Mann erklärt Euch ausführlich ungefragt ein Thema, bzw. seine Sicht auf ein Thema. Unabhängig davon, ob es euch interessiert, oder ihr Euch in diesem Thema vielleicht besser auskennt als er.

So geht es mir manchmal, und so geht es Rebecca Solnit, der Autorin des Buchs „Wenn Männer mir die Welt erklären“. Gleich am Anfang des Buches erzählt sie eine entsprechende Geschichte. Der Großteil des Buches geht es aber dann um andere  feministische Themen (heißt es gibt auch keinen Ratschlag wie man mit Erklär-Männern umgehen sollte).  Das Buch ist interessant, aber über weite Strecken wurden Probleme angesprochen die ich nicht habe (z.B. körperliche Gewalt gegen Frauen). Mitgenommen hab ich aus dem Buch aber trotzdem 2 Dinge:

1.: Its a mans world! Und oft ist das für uns so selbstverständlich, dass es uns schon gar nicht mehr auffällt. Ein Beispiel aus dem Buch: Auf dem Campus einer Uni in den USA passierten nachts vermehrt Vergewaltigungen von Frauen. Die Maßnahme der Verwaltung die ergriffen wurde war ein Ausgehverbot für Frauen. Scheint auf den ersten Blick nachvollziehbar und logisch. Der gleiche Effekt (Vergewaltigungen vermeiden) hätte aber auch durch eine Maßnahme erzielt werden können die nicht die Opfer „bestraft“ hätte, nämlich durch ein Ausgehverbot für Männer! Was kann ich tun, was könnt ihr tun, um Frauen besser in den Focus zu bekommen, damit die Sichtweise und Lebensweise von Frauen Beachtung findet? Ich denke es geht nur, wenn wir Verantwortung übernehmen. Verantwortung in der Politik, im Ehrenamt, im Beruf. Und das führt mich zu meinem 2. Punkt.

2. Wir können etwas verändern in dem wir sichtbar werden! Über Jahrhunderte waren Frauen in der Gesellschaft „unsichtbar“, teilweise tatsächlich unsichtbar (Arbeitsbereich zu Hause, oder z.B. durch „Verhüllung“ von Frauen), oder auch durch andere Punkte. Hier schreibt Rebecca Solnit z.B. über Ahnenstammbäume in denen teilweise nur die Männer genannt werden, oder auch ein ganz alltägliches Beispiel die Tradition dass Frauen den Nachnamen des Mannes annehmen und so ihre Geschichte“unsichtbar“ wird (in englisch sprachigen Ländern ist es ja heute teilweise noch so, dass Frauen nach der Heirat Frau Robert Müller heißen). In mir hat dieser Gedanke von Rebecca Solnit zweierlei ausgelöst. Erstens: bin ich sichtbar?  Und zweites: ich möchte andere Frauen sichtbar machen. Bin ich sichtbar? Ich denke ja. Auch dadurch, dass ich eine große Frau bin (175cm ist nicht klein). Vor allem bin ich aber hörbar. Auch in einer Gruppe Männer ergreife ich das Wort, mache auf meine Ideen aufmerksam, verteidige mich. Sicherlich manchmal noch ausbaufähig, aber schon mal nicht schlechte. Viel wichtiger ist aber, dass ich andere Frauen sichtbar mache. Ich habe mir vorgenommen in Besprechungen noch verstärkter auf die Redebeiträge von Frauen zu reagieren. Gute Ideen zu benennen und die Frau mit Namen anzusprechen. Ich denke dies ist eine Kleinigkeit, kann aber helfen, dass wir Frauen sichtbarer werden.

Was denkt ihr über diese 2. Punkte?

Das Buch leihe ich wie immer natürlich gerne aus!

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